Kategorie: Ideologie

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    Menschenbilder in der Ökonomie: Nach dem Weltbürger der Nationalcharakter?

    Der homo oeconomicus Ökonomische Theorien machen immer auch anthropologische Aussagen, selbst wenn sie es nicht explizit tun. In der Neoklassik, die in der Volkswirtschaftslehre bis in die Zeit des globalisierten Neoliberalismus grundlegend war, war in die Mechanik der Märkte, die alles regeln, wenn man sie nur lässt, der „homo oeconomicus“ integriert. Der homo oeconomicus ist…

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    Der Geist des digitalen Kapitalismus im Gesundheitswesen

    Als Nachtrag zum Beitrag über den digitalen Kapitalismus im Gesundheitswesen gibt es hier noch einen kleinen Dialog mit ChatGPT. Das Produktionsmodell des digitalen Kapitalismus braucht eine motivationale Fundierung und Rechtfertigung: Menschen handeln nach subjektiv guten Gründen. In der Literatur wird dazu u.a. das Konzept des „Geistes des Kapitalismus“ im Anschluss an Sombart, Weber und Boltanski/Chiapello…

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    Rentenpolitik: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen? Zumindest nicht gut?

    Rente und Arbeit Unsere Gesellschaft wird nicht umsonst als „Leistungsgesellschaft“ bezeichnet. Historisch hebt das damit verbundene Denken die bürgerliche Gesellschaft, in der Erwerbseinkommen über die gesellschaftliche Stellung bestimmen sollen, von der feudalen Gesellschaft mit ihrer Ständeordnung ab. Der Spruch „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ ist zwar schon von Apostel Paulus, also biblischen Ursprungs,…

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    Kurz berichtet: Javier Mileis wunderbare Wohnungsvermehrung

    Der argentinische Präsident Javier Milei ist für libertäre Geister eine Art Messias. Milei will den Staat weitgehend abschaffen, zumindest da, wo er ihn für überflüssig hält, und dem Markt freie Bahn verschaffen. Vor ein paar Tagen hat die BILD berichtet, dass der argentinische Messias mit der Deregulation des Wohnungsmarkts in Argentinien eine wunderbare Wohnungsvermehrung bewirkt…

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    Mehr arbeiten, sonst …

    Der sozialpolitische Wind weht in Deutschland wieder kälter. Das Werben um die knappen Beschäftigten mit attraktiven Arbeitsbedingungen wird zunehmend durch andere Stimmen abgelöst, die meinen, es müsse wieder mehr gearbeitet werden. Manchmal werden dazu Daten des Statistischen Bundesamtes zitiert, wonach 2023 in Deutschland 34,4 Wochenarbeitsstunden geleistet wurden, in der EU27 dagegen 36,9. Der Untergang des…

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    „Arbeit muss sich wieder lohnen“

    Ludwig Erhard wird der Spruch „Wirtschaftspolitik ist zu 50 % Psychologie“ zugeschrieben. Die übrigen 70 % sind vermutlich Rechenfehler und auch der psychologische Teil ist mitunter schlechte Psychologie, oder Ideologie. Im aktuellen Streit um das Bürgergeld und den Mindestlohn wird im Konzert der marktliberalen Klagen über eine mangelnde Arbeitsmoral auch wieder der bekannte Spruch „Arbeit…

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    Wirtschaftswende? Sozialpolitische Wende? Wende rückwärts?

    Deutschlands Wirtschaft, die in den letzten Jahren von billiger Energie aus Russland, der Erschließung des chinesischen Marktes, von Lohnzurückhaltung und vom Sparen bei öffentlichen Investitionen profitiert hat, ist ins Stolpern geraten. Politische Lösungen sind gefragt, aber sie liegen nicht einfach auf der Hand. Die Reaktion konservativer und wirtschaftsliberaler Kräfte in der Politik war allerdings erwartbar:…

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    Friedrich Nietzsche als ökonomischer Ratgeber?

    Krisen und soziale Verantwortung „Die Frage, ob der für (…) Ballastexistenzen notwendige Aufwand nach allen Richtungen hin gerechtfertigt sei, war in den verflossenen Zeiten des Wohlstands nicht dringend; jetzt ist es anders geworden, wir müssen uns mit ihr beschäftigen. Unsere Lage ist wie die der Teilnehmer an einer schwierigen Expedition, bei welcher die größtmögliche Leistungsfähigkeit…