• Roboterökonomie: Sind die Zylonen unsere Nachkommen?

    Die Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich in einem rasenden Tempo. Zunehmend gibt es nicht nur spezialisierte Anwendungen, sondern aktiv handelnde KI-Agenten. Auf der Plattform „moltbook“ diskutieren sie bereits unter sich. Transhumanisten träumen schon davon, dass die KI den Menschen ablöst, als neue Stufe der Evolution der Intelligenz. Dass man eine solche Entwicklung positiv sehen kann,…

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    Menschenbilder in der Ökonomie: Nach dem Weltbürger der Nationalcharakter?

    Der homo oeconomicus Ökonomische Theorien machen immer auch anthropologische Aussagen, selbst wenn sie es nicht explizit tun. In der Neoklassik, die in der Volkswirtschaftslehre bis in die Zeit des globalisierten Neoliberalismus grundlegend war, war in die Mechanik der Märkte, die alles regeln, wenn man sie nur lässt, der „homo oeconomicus“ integriert. Der homo oeconomicus ist…

  • Grundsicherung in harten Zeiten: Psychisch Kranke als Simulanten?

    Nach Friedrich Merz können wir uns den Sozialstaat mit dem, was wir erwirtschaften, angeblich nicht mehr leisten. Damit meint er nicht die Steuerprivilegien der Reichen, etwa dass das Vererben großer Wohnungsbestände erbschaftssteuerfrei ist, oder selbst Milliardengeschenke wie das Aktienpaket von Friede Springer an Mathias Döpfner durch eine Verschonungsbedarfsprüfung steuerbegünstigt werden können, oder dass auch große…

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    Liniendiagramme, die mehr sagen als sie sagen sollen

    Vor kurzem hatte ich hier die ungewollte Botschaft eines Tortendiagramms zum Zusammenspiel verschiedener Ursachen vorzeitiger Sterblichkeit kommentiert. Auch Liniendiagramme können plauderiger sein als nötig. In einem Beitrag der Zeitschrift Surplus über eine ZEW-Studie zu Einkommensverlusten bei Müttern nach der Geburt eines Kindes werden die zentralen Ergebnisse so präsentiert: Auch hier sagt das Bild hilfreich wieder…

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    Unsere Gesundheit: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, oder wie viele genau?

    Man hört derzeit aus der Politik oft, wir hätten eines der teuersten Gesundheitssysteme, aber mit schlechten Ergebnissen, weil die Lebenserwartung in Deutschland niedriger ist als in den meisten süd- und westeuropäischen Ländern. Es stimmt, dass wir viel für unser Gesundheitssystem ausgeben. Dem Statistischen Bundesamt zufolge hatten die Gesundheitsausgaben in Deutschland 2023 einen Anteil von 12…

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    Sollen sie doch Kanonenkugeln essen: Panzer statt Brot?

    Viele Jahre hat die Zahl der Menschen, die Hunger litten, abgenommen. In den letzten Jahren ist dieser Fortschritt zum Stillstand gekommen. Im Welthunger-Index 2024 heißt es: „Weltweit haben 733 Millionen Menschen – deutlich mehr als noch vor zehn Jahren – keinen Zugang zu ausreichend Kalorien, und 2,8 Milliarden Menschen können sich keine gesunde Ernährung leisten.“…

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    Der Geist des digitalen Kapitalismus im Gesundheitswesen

    Als Nachtrag zum Beitrag über den digitalen Kapitalismus im Gesundheitswesen gibt es hier noch einen kleinen Dialog mit ChatGPT. Das Produktionsmodell des digitalen Kapitalismus braucht eine motivationale Fundierung und Rechtfertigung: Menschen handeln nach subjektiv guten Gründen. In der Literatur wird dazu u.a. das Konzept des „Geistes des Kapitalismus“ im Anschluss an Sombart, Weber und Boltanski/Chiapello…

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    Digitaler Kapitalismus im Gesundheitswesen

    2019 ist das Buch „Digitaler Kapitalismus“ von Philipp Staab erschienen. Er beschreibt darin einen grundlegenden Wandel vom Neoliberalismus mit seiner Orientierung an Wettbewerb und freien Märkten hin zu einem System, bei dem die Märkte selbst zum Eigentum von Unternehmen werden. Die digitalen Plattformen kontrollieren den Zugang zu Produkten und Dienstleistungen, sie machen aus dem Marktzugang…

  • Europas Zukunft: Mehr Allgemeinwohl wagen

    Dass wir in unruhigen Zeiten leben, wird kaum mehr jemand bestreiten wollen. Die wilden Meere hupfen gerade von allen Seiten auf uns zu. Weitgehend Einigkeit besteht in der Politik darüber, dass mehr für die Verteidigung getan werden soll und die Migration zu begrenzen ist, wobei etwas unklar ist, ob inzwischen auch mehr für die Verteidigung…

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    Rentenpolitik: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen? Zumindest nicht gut?

    Rente und Arbeit Unsere Gesellschaft wird nicht umsonst als „Leistungsgesellschaft“ bezeichnet. Historisch hebt das damit verbundene Denken die bürgerliche Gesellschaft, in der Erwerbseinkommen über die gesellschaftliche Stellung bestimmen sollen, von der feudalen Gesellschaft mit ihrer Ständeordnung ab. Der Spruch „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ ist zwar schon von Apostel Paulus, also biblischen Ursprungs,…